Internationale Fachmesse zur Entwicklung und Herstellung hybrider Bauteile.
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Hohes Innovationspotenzial: Elektronik-Komponenten direkt umspritzen


Hans Huonker GmbHAuf der hybridica 2010 werden die aktuellen Innovationen in der Hybrid-Fertigung präsentiert. Zu den neuen Verfahren zählt auch das direkte Umspritzen von elektronischen Komponenten mit Kunststoff.

Im Rahmen eines Projektes suchte der Hersteller einer Sensoreinheit nach einer Alternative des bisher verwendeten Gehäuses: Bis dato wurde die elektrische Baugruppe, bestehend aus einer Leiterplatte mit LEDs, in ein Metallgehäuse montiert und zusätzlich gegen Außeneinflüsse abgedichtet. Die dazu erforderlichen Prozess-Schritte gestalteten die gesamte Fertigung aufwändig und kostenintensiv. Mit dem Ersatz des Metall- durch ein Kunststoffgehäuse erwartete man sich hier wesentliche Einsparungen, wobei die Sensorplatine in einem Arbeitsgang mit dem Kunststoff ummantelt werden sollte.
 
Das Direktumspritzen von elektronischen Baugruppen mit LED-Elementen stellt gleichermaßen eine Herausforderung an Werkstoff-Spezialisten wie an Verfahrensingenieure dar. Folgende Vorgaben waren zu erfüllen:

  • Das Kunststoff-Gehäuse hat die gleichen Eigenschaften aufzuweisen wie das Metallgehäuse. Da der Sensor in einer rauen Umgebung zum Einsatz kommt, muss das Gehäuse stabil sein und die integrierten elektronischen Komponenten schützen. Zugleich ist eine Beständigkeit gegenüber Temperatur- und Medieneinflüssen wie aggressive Chemikalien Bedingung.
  • Beim Umspritzen der elektronischen Komponenten darf diese so wenig wie möglich belastet werden, um sie nicht zu beschädigen. Elektronische Komponenten sind besonders empfindlich hinsichtlich der Temperatur beziehungsweise dem mechanischen Druck, mit denen beim Spritzgießverfahren gearbeitet wird.
  • Das Fertigungsverfahren sollte gegenüber der Metallgehäuse-Fertigung kostengünstiger sein und Montageschritte einsparen.
  • Die Abdichtung der LED-Elemente erforderte eine angepasste Werkzeugausführung 
Hans Huonker GmbH Der Spritzgießprozess erwies sich als wirtschaftlichste Lösung, die allerdings mit dem höchsten Maß an Prozess-Know-how einherging. Für den Anwendungsfall wurde für das Gehäuse ein spezielles Polymer ausgewählt, welches im Spritzprozess verarbeitbar ist und alle Anforderungen an Beständigkeit und niedriger Temperaturführung erfüllt. Beim Umspritzprozess wurde auf eine der Elektronik angepasste Prozessführung geachtet: Durch die Temperaturführung wurde die thermische Belastung für die elektronische Baugruppe so gering wie möglich gehalten. Das Werkzeug wurde so konzipiert, das der erste Schmelzdruck möglichst weit entfernt vom temperaturempfindlichen Teil der elektronischen Baugruppe stattfand. Zugleich wurde die mechanische Belastung während des Einspritzens gering als möglich gehalten.
 
 Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit dem passenden Material, ausgefeilter Spritzgießtechnik und eine auf die Elektronik angepasste Prozessführung wurde die Anforderungen an das Gehäuse erfüllt und zugleich ein wirtschaftliches Fertigungsverfahren realisiert. Allerdings gibt es für die Elektronikumspritzung kein Patentrezept. Bei jedem Anwendungsfall erarbeiten die Spezialisten für Kunststoff-Metallverbindungen wie der hybridica-Aussteller Hans Huonker GmbH zusammen mit seinen Kunden individuelle Lösungen, um die geeigneten Materialkombinationen und Fertigungsprozesse auszuwählen.
 
Weitere Informationen:

Hans Huonker GmbH
www.hanshuonker.de
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